Bundesamt für Naturschutz

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Managementhandbuch für UNESCO-Biosphärenreservate in Afrika

Hintergrund

Initiatoren
Foto: Lutz Möller/DUK
Gründer

Im Bewusstsein der internationalen Verantwortung Deutschlands hat das Bundesumweltministerium in der Naturschutzoffensive 2020 die  NBS-Ziele zur verstärkten Integration von Schutz und nachhaltiger Nutzung der Biodiversität in die bi- und multilaterale Zusammenarbeit sowie die Erhöhung der entsprechenden Fördermittel priorisiert. Biosphärenreservate werden von zentralen deutschen Akteuren in der naturschutzbezogenen Entwicklungszusammenarbeit als erfolgversprechendes Instrument für nachhaltige Entwicklung insbesondere in Afrika betrachtet. Biosphärenreservate verknüpfen partizipativen Naturschutz modellhaft mit sozio-ökonomischer Entwicklung, Bildung und Forschung. Im Rhön-Kommunikee hatten Experten aus zahlreichen afrikanischen Ländern um Unterstützung beim Aufbau von Kapazitäten im Management von Biosphärenreservaten gebeten.

Das Projekt

Das Management von UNESCO -Biosphärenreservaten als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung ist eine facettenreiche Aufgabe. Die harmonische Gestaltung der Mensch-Umwelt-Beziehung erfordert eine hohe Akzeptanz und Identifizierung der Bevölkerung mit dem Biosphärenreservat. Eine besondere Herausforderung vielerorts ist es, relevante Akteure adäquat in das Management der Biosphärenreservate einzubinden. In den mehr als 80 afrikanischen Biosphärenreservaten ist zu zahlreichen relevanten Aspekten viel Erfahrung und Wissen vorhanden, die nun im Managementhandbuch für UNESCO -Biosphärenreservate in Afrika zusammengetragen und mit Fallbeispielen illustriert für Biosphärenreservats-Manager aufbereitet wurden.

Das Handbuch gibt zentralen Akteuren Anregungen zum partizipativen Management von Biosphärenreservaten, wodurch deren Managementeffektivität erhöht werden kann. Es fokussiert auf praktische Fragen, wie etwa dem Umgang mit Konflikten u.a. in der Landnutzung, der gerechten Verteilung von Erträgen aus dem Naturschutz oder der Erarbeitung eines Managementplans/Rahmenkonzepts. Weiterhin stellt es rechtliche und administrative Rahmen von UNESCO -Biosphärenreservaten vor, bietet Hilfestellung für die Organisation von öffentlichen Anhörungen und liefert Argumente für potenzielle Unterstützer und Entscheidungsträger.

Durch die Beteiligung aller zentralen Akteure wurden die hohe Akzeptanz bei der Zielgruppe, Qualität und Praxistauglichkeit und damit der Erfolg des Handbuchs sichergestellt. Erarbeitet wurde das Management-Handbuch zwischen 2012 und 2015 unter Mitwirkung von insgesamt ca. 130 Experten. Als Autoren wurden drei renommierte Experten aus arabisch-, englisch- und französischsprachigen Ländern Afrikas verpflichtet. Die Konzeption des Management-Handbuchs wurde 2013 im Rahmen eines Experten-Workshops im kenianischen Mombasa diskutiert.

In vier Workshops 2014 in Accra (Ghana), Dar es Salaam (Tansania) und zweimal in Tunis (Tunesien) wurden Vertreter aller afrikanischen UNESCO -Biosphärenreservate zu Entwurfsfassungen konsultiert und hinsichtlich der Anwendung u.a. durch terra sana Environmental Consulting geschult. Zudem wurde im Rahmen einer Online-Kommentierung 2015 das Feedback der weiteren afrikanischen MAB Community (insbes. von MAB-Nationalkomitees) eingeholt. Die konsolidierte Fassung wurde von Gutachtern der UNSECO geprüft.

Auf Initiative von AfriMAB und der UNESCO hat das BfN die Erarbeitung des Managementhandbuchs für UNESCO -Biosphärenreservate in Afrika mit BMUB-Mitteln gefördert. Die Deutsche UNESCO -Kommission hat das Handbuch redigiert und den aufwändigen, da partizipativen Erarbeitungsprozess in enger Zusammenarbeit mit AfriMAB und ArabMAB sowie der UNESCO koordiniert.

Gruppenfoto
Foto: Lutz Möller/DUK
Foto einer Gruppe

Ausblick

Exkursion
Foto: Lutz Möller/DUK
Ausflug

Am Rande der Tagung des Internationalen Koordinierungsrats des UNESCO MAB-Programms in Paris wurde das Handbuch am 08.06.2015 der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Printexemplare wurden allen Biosphärenreservatsverwaltungen in Afrika zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse wurden auch auf der 4. AfriMAB-Generalversammlung im November 2015 in Ghana präsentiert und diskutiert.

Mitte März 2016 wird für das Handbuch auch beim Biosphärenreser