Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Fördern - Projekte im Dienst der Natur


Fördern - Die Alte Sorge-Schleife in Schleswig-Holstein – ein vom BfN gefördertes Naturschutzgroßprojekt. Bildautor: Michael Otto - Institut im Nabu

FÖRDERN

Konzepte zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume sowie zur Aufrechterhaltung der vielfältigen Leistungen, die die Ökosysteme für uns Menschen als notwendige Lebensgrundlage erbringen, brauchen eine wissenschaftlich belastbare Basis. Sie müssen umsetzbar, in der Praxis erprobt und vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen weiterentwickelt werden. Zugleich gilt es, wertvolle Natur- und Kulturlandschaften auch langfristig zu sichern.

Deshalb fördert und betreut das BfN Naturschutz-Großprojekte, Forschungsvorhaben und Modellprojekte, die allesamt gemeinsam mit externen Partnern durchgeführt werden. Der enge Kontakt zu Akteuren und Institutionen der regionalen und lokalen Ebene stellt sicher, dass die Interessen der Menschen vor Ort in die Projekte einfließen. Das BfN nutzt die in den Projekten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen über den Zustand der Natur und die sozioökonomischen Bedürfnisse der Menschen, um auch künftig dem Naturschutz in Theorie und Praxis wichtige Impulse geben zu können.


Das „Grüne Band“: Beispiel für die Entwicklung eines bundesweiten Leitbildes zur Erhaltung und Entwicklung eines Biotopverbundsystems, das zugleich Aspekte der Ökologie und des Naturtourismus verknüpft. Bildautor: Klaus Leidorf
Blick auf das Grüne Band von oben
Urbane Wälder inmitten der Stadt verbinden in Leipzig Naturschutz und neue Ansätze in der Stadtentwicklung.
Bildautorin: Irene Burkhardt Landschaftsarchitekten
Blick auf die Stadt Leipzig

Naturschutzgroßprojekte in Deutschland
Karte der Naturschutzgroßprojekte in Deutschland

Bei den  Naturschutzgroßvorhaben geht es um die großflächige Sicherung unseres Naturerbes. Für die Auswahl der Gebiete gibt es eindeutige Kriterien: ein hohes Maß an Naturnähe, nationale Bedeutung, Großflächigkeit, Bedrohung und die Beispielhaftigkeit der Maßnahmen. Die Förderung selbst umfasst vorrangig den Ankauf oder die langfristige Pacht von Flächen, Ausgleichszahlungen für naturschutzbedingte Auflagen und Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung der Flächen. Gerade die Naturschutzgroßprojekte werden aber auch häufig zum Motor für eine nachhaltige Regionalentwicklung, von der die Menschen vor Ort auch wirtschaftlich profitieren können.

Die  Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben ( E+E -Vorhaben) haben das Ziel, innovative Naturschutzideen umzusetzen. Wichtige Forschungsergebnisse werden in der Praxis erprobt und Ergebnisse und Erfahrungen in allgemein verwertbaren Empfehlungen aufbereitet, die auch zukünftigen Projektträgern unmittelbar zu Gute kommen. Daher werden alle E+E -Projekte wissenschaftlich begleitet.

Im Rahmen des  Umweltforschungsplans konzipiert, vergibt und begleitet das BfN Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ( F+E -Vorhaben) in den Bereichen Naturschutz und Ökologie. Durch dieses Förderinstrument werden wissenschaftsbasierte Entscheidungsgrundlagen gewonnen, die unmittelbar in die Naturschutzpolitik der Bundesregierung einfließen. Projektpartner sind hier beispielsweise Universitäten oder Planungsbüros.

Mit Hilfe der so genannten  Verbändeförderung werden einzelne Naturschutzprojekte von privaten, gemeinnützigen Vereinigungen im Bereich des Naturschutzes unterstützt. Naturschutzmaßnahmen, die die internationale Zusammenarbeit als Schwerpunkt haben, können ebenfalls gefördert werden.

Alle Förderprogramme setzen eine finanzielle Beteiligung des Antragstellers voraus.

Weitere Informationen direkt unter: Telefon (0228) 8491-10 10

Projekte im Dienst der Natur

Bildautor: Frank Gottwald
Frosch
Bildautorin: Sarah Fuchs
Probenentnahme im Wald
Gegenstand von bisher zwei E+E -Vorhaben: der Schutz bedrohter Fledermäuse. Bildautor: Klaus Bogon
Nahaufnahme einer Fledermaus
In vielen Schutzgebieten werden traditionelle Haustierrassen als Landschaftspfleger eingesetzt: Heidschnucken im E+E -Projekt Höltigbaum. Bildautor: Uwe Riecken (BfN)
Heidschnucken
Wissenschaftliche Erprobung und Dokumentation der Auswirkungen verschiedener Mähmethoden auf Insekten und Amphibien in Brodowin. Bildautor: Naturschutzhof Brodowin
Probenentnahme auf gemähter Wiese

Letzte Änderung: 01.01.2010